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So entstehen Fakenews

Homburg postet ein angebliches EMA-Chart mit 250.000 Impfnebenwirkungen. Bereits Orthografie und Begrifflichkeiten machen klar, dass es nicht von der EMA stammen kann. Im Text macht Homburg einfach eine Million daraus. Hinterlegt ist die Seite „transparenztest.de“, auf die er sich beruft. Von der taucht weiter unten ein angeblicher SZ-Beitrag auf, der bei 40 Obduktionen mit einer Quote von einem Drittel die Impfung als Kausalität festgestellt haben will. Daraus macht Homburg eine Dunkelziffer von 95%. Der SZ-Beitrag ist aber gar nicht verlinkt, sondern erneut nur „transparenztest.de“. Tatsächlich ist der hier nur abfotografierte SZ-Beitrag einer von dpa, in dem neben diesen 40 Obduktionen die klaren Widersprüche des Paul-Ehrlich-Instituts und der Stiko zitiert werden. Max Otte teilt diesen Beitrag mit der kurzen Zusammenfassung von Homburg und so taucht die Million mit der Dunkelziffer von 95% im Feed von Lesern auf, die sich überwiegend kaum die Mühe machen dürften, den Quellen nachzugehen. Die lesen nur EMA und SZ. Da Otte und Homburg habilitierte Akademiker sind, darf man Absicht unterstellen. Schade, dass so etwas mangels Regulierung nicht justiziabel ist.

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