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Kurze Omicron-Wasserstandsmeldung aus verschiedenen Ländern

Die Infektionen scheinen sich auf einem sehr hohen Niveau einzupendeln. Ich rechne nicht mit einem Bruch, sondern mit heftiger Oszillation. Dahinter verbirgt sich ein Wechsel der Hotspots. Vermutlich wird das im kleinen Dänemark zuerst wirklich brechen.
Trotz geringerer Quoten – nach jüngsten Studien ca. 50% bis 70% weniger Hospitalisierungen und im klinischen Bereich ca. 70% weniger schwere Verläufe – steigen die Hospitalisierungen absolut über die letzte Delta-Welle. In den USA besonders deutlich, Spanien bleibt abzuwarten. In UK und DK könnte ebenfalls eine Wellenbewegung auf hohem Niveau beginnen.
Da auch Omicron kein Erkältungsvirus ist, steigen hartnäckig die Sterbefallzahlen wieder an. Auch die werden die Delta-Wellen absolut übersteigen, in einigen Ländern ist das bereits so.
Die deutlichen Unterschiede in den Verläufen sind sehr wahrscheinlich auf Impfquoten, insbesondere bei den Booster-Impfungen zurück zu führen. Laut ersten Daten aus den USA dominieren Ungeimpfte das klinische Geschehen. Das wird einer der meist beobachteten Parameter der kommenden Wochen sein.
Meine Erwartung: In UK und DK wird das noch eine Weile auf dem erreichten Niveau pendeln, wobei das für die Sterbefälle noch offen ist. Die USA und Spanien haben dieses Niveau noch nicht erreicht. Insgesamt sieht es leider so aus, dass die Folgen der letzten Delta-Welle übertroffen werden.
Das wäre für uns gar nicht gut, denn die ist in Deutschland im gesamten Vergleich relativ hoch ausgefallen – nur von den USA übertroffen worden. Ich bleibe daher dabei, dass unsere Erwartung zwischen den USA und DK liegen dürfte.
Nun kommt es weiter auf jede Impfung an. Es wird sehr schwierig, diesem Virus zu entgehen. Die Dunkelziffern bei den Infektionen dürften erheblich sein, die Zahlen überfordern überall die Testkapazitäten. Das bedeutet natürlich, dass vermutlich die klinischen Quoten noch niedriger sind. Absolut dürfte es aber nochmals schwerer verlaufen, als im bisherigen Herbst/Winter.
Statistik ist gnadenlos, man erkennt erneut, dass die Gefährlichkeit dieser Erkrankung ihre Ausbreitungsgeschwindigkeit ist. Es ist daher richtig, dieser weiter entgegen zu treten, um möglichst vielen die Chance einer Impfung zu geben.
 

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