white and blue lightning during night time

Russland sperrt Italien den Gashahn ab

Die Nadelstiche nehmen zu. Österreich wird noch beliefert, Italien nun nicht mehr. Beide Länder sind für die europäische Energieversorgung die größten Sorgenkinder. Sie haben eine ähnliche Situation beim Gas wie Deutschland, gehören aber zu den größten Importeuren von Strom. Der Ausfall der französischen Kraftwerke wird sich über den Alpenraum bis nach Italien bemerkbar machen. Das kann niemanden in Europa unberührt lassen, denn das europäische Stromnetz ist längst eins geworden. Allenfalls wäre hier Nordosten und Südwesten noch zu unterscheiden, aber auch das ist nicht mehr wirklich zu trennen. Die Äste reichen im Süden bis nach Nordafrika, in die Türkei und inzwischen im Osten auch bis in die Ukraine. Im Norden geht es schon lange bis Norwegen. In diesem sensiblen Gesamtsystem sind größere Ausfälle nicht kompensierbar, jedenfalls kann kein Experte garantieren, ob die zu managen wären. Es ist entworfen worden, um einen möglichst großflächigen Ausgleich von Produktionskapazitäten und damit auch singulären Störungen zu ermöglichen – aber für großflächige Ausfälle ist es nicht gedacht. Es ist daher richtig, überall in Europa jede Reserve zu heben, um wenigstens die Stromproduktion zu stabilisieren.
Wenn in der Gasknappheit aber genug Idioten wo auch immer in Europa Heizlüfter anwerfen, kann es tatsächlich schwierig werden. Leider verstehen das vermutlich nicht genug Leute, es kommt mal wieder auf verantwortliches Handeln an. Das haben wir nun ja seit 2020 alle ganz prima geübt.

Beitrag teilen:

Ähnliche Beiträge