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Die Generationen sollten sich austauschen und nicht abgrenzen

Made my day: Korrigiere gerade Klausuren. „Facebook ist aus der ersten Generation der SocialMedia-Konzepte und wurde primär für ältere Zielgruppen entwickelt.“ Es gibt nichts erfrischenderes, als die Zusammenarbeit mit jungen Menschen.
Ernsthafter Gedanke dabei: Wir sollten bei der Struktur und Interaktion unserer Gesellschaft nicht nur die Geschlechter und die Kulturen besser vermischen, sondern vor allem sogar die Generationen. Ich habe mich dazu in Form einer Lehrtätigkeit sowie diverser AR-Mandate in sehr jungen Firmen entschieden und profitiere davon persönlich enorm. Ich kann es nur jedem persönlich empfehlen und auch meine Mandate profitieren von diesem Mix der Generationen. Da es eher Tech-Unternehmen sind, ist das dort ein Selbstläufer, den ich in vielen anderen Branchen so aber nicht beobachte. Das ist vielleicht auch ein Grund, weshalb so viele Unternehmen in der Digitalisierung scheitern – die letztlich jede Branche betrifft.
Es geht aber um Gesellschaft insgesamt, nicht nur um moderne Unternehmensführung. Der Generationenmix sollte auf allen Ebenen Schule machen, denn gerade einer alternden Gesellschaft droht Stillstand, wenn insbesondere die selbst ernannten Vordenker und die Entscheider wie in früherer Tradition aus den älteren Gruppen bestehen. Die jüngeren können von Erfahrung profitieren, die älteren davon, dass sie in unserer dynamischen Welt vieles selbst schlicht nicht mehr mitbekommen. Denn genau so ist das, wenn man es sich ehrlich eingesteht.
Es wäre fatal, aus diesen unterschiedlichen Kompetenzen einen Generationenkonflikt zu machen, denn eigentlich ergänzen die sich sehr gut. Wenn man als Älterer ein Lehrangebot macht, das man mit einem Lerngesuch verbindet, klappt das übrigens ganz gut. Die Barrieren kommen nach meiner Erfahrung nämlich eher von den Älteren.

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