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Die Finanzkrise zuckt wieder

Manchmal weiß man, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis man recht bekommt, ohne das zu wollen oder sich zu freuen. Seit Ausbruch von Corona und den damit steigenden Notenbankbilanzen habe ich wiederholt das Risiko einer Eskalation der nur verdeckten Finanzkrise thematisiert. Mit der Inflation und den notwendigen Zinsanhebungen ist das massiv gestiegen.
Wo das erstmals einschlagen würde, war vollkommen offen. Das hätte von Südkorea bis Chile überall vorkommen können. Ich hätte es eher in Europa als in den USA erwartet. Das spielt aber keine Rolle, denn der erste Fall ist nicht maßgeblich, die Größe der Probleme wird sich regional erst noch zeigen. So war das in der niemals beendeten Finanzkrise 2007/2008 auch, die sich letztlich im Euro-Raum als größte Herausforderung zeigte. So könnte das nun auch wieder aussehen.
In den USA ist gestern die erste kleinere Bank bei der Wette auf dauerhaft niedrige Zinsen umgekippt. Das ist trotz aller teilweise komplexen Erklärungen im Detail grob zusammengefasst die Ursache. Die ersten Dominoeffekte zeigen sich an den Börsen bereits von den großen US-Banken bis zum europäischen Bankensektor.
Niemand kann sagen, wie groß dieses Problem ist. Ich will hier ausdrücklich keinen Vergleich zu 2007 anstellen. Das kann sich auch schnell mit ein paar Schieflagen wieder beruhigen. So war das in den letzten Jahren wiederholt. Möglich also, dass wir diesen Vorgang in wenigen Tagen wieder zu den Akten legen können.
Aber wir wissen es nicht – und genau das ist mein Thema seit mehreren Jahren, denn: Wir müssten es wissen! Es ist die elementare Aufgabe einen stabilen Finanzsystems, diese Frage immer und jederzeit beantworten zu können.

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