Die einfachste Desinformation zu Preisen, Fördermitteln und „Kosten“ von Erneuerbaren geht durch einen simplen Trick: Man verwendet irgendwelche bunt aggregierten Daten der letzten 20 Jahre. Es reicht sogar, die Gesamtbilanz des letzten Jahres zu nehmen. Dann schreibt man dazu, das seien „die Erneuerbaren“ und redet über deren weiteren Ausbau.
Das sind: Sachlich (meist) korrekte Daten und zugleich ist es glatt gelogen!
Korrekt ist zunächst, dass es dutzende, teilweise 20 Jahre alte Verträge unseres Staats mit den eigenen Bürgern gibt. Diese Verträge wurden von allen Regierungen der letzten 20 Jahre abgeschlossen und die werden eingehalten. Was auch sonst – oder wollen wir Vertragstreue jetzt nicht mehr?
Korrekt ist auch, dass es dabei sehr hohe Fördermittel für sehr schwache Erzeuger gibt, dass es solche gibt, die sogar zu Negativpreisen einspeisen und dafür Fördermittel erhalten. Nicht korrekt ist es, dass das für alle gilt und gar nicht korrekt ist, dass irgendein Minister oder eine Partei daran „schuld“ ist.
Korrekt ist zudem, dass alle Durchschnittswerte reiner Nebel sind und über „die Erneuerbaren“ keinerlei Aussage erlauben.
Vor allem ist korrekt: Das hat mit dem weiteren Ausbau von PV- und Windparks ganz genau rein gar nichts zu tun!
Solche Anlagen werden inzwischen überwiegend im harten Wettbewerb um die Fördermittel ausgeschrieben. Die Betreiber müssen dazu in einem Auktionsverfahren Preise bieten, die sie als Mindestpreise abgesichert bekommen. Das heißt: Der Strom wird vermarktet und wenn der Marktpreis unter dem Mindestpreis liegt, wird die Differenz ausgeglichen. Daher ist dieser Mindestpreis auch nicht der Förderpreis, sondern nur der Teil, der unter dem Marktpreis liegt. Bei Negativpreisen wird diese Mindestabsicherung ausgesetzt – die Betreiber müssen dann abregeln oder speichern.
Das führte zuletzt für 2025 zu Preisen um 6,5 Cent pro KWh für Windstrom und 4,8 Cent für PV-Strom. Die günstigsten Gebote lagen bei 3,99 Cent für PV.
Diese Preise kalkulieren die Betreiber zu Vollkosten inklusive Bau, Finanzierung, Betrieb, Wartung und Rückbau – sowie Kosten für Genehmigungen, Bürokratie (i.d.R. sechs Jahre!) und Flächennutzung. Nebenbei bemerkt: Das nach „sowie“ macht in Deutschland inzwischen ein Drittel der Kosten aus. Weltrekord!
Kein Kraftwerk kann solche Konditionen liefern. Die sind um Faktoren teurer, die bei ca. 5 anfangen und bei Kernkraftwerken immer noch keiner wissen will. Gerne wird behauptet, das lohne trotzdem nicht, weil die Reserven oder Speicherkosten zu hoch seien. Dass >400% teurere Erzeugung wirtschaftlicher ist, wenn man die zu 100%, statt zu 15% fährt, hat zufällig noch niemand nachgewiesen. Behauptet wird es jeden Tag, oft ohne Achselzucken oder Widerspruch.
Wir haben nun endlich die unstrittig vielen Irrtümer und Fehlanreize der alten Förderkulissen hinter uns. Es gibt daher nichts ökonomisch sinnvolleres als den weiteren Ausbau dieser Erzeuger.
Aber nachts scheint ja keine Sonne.





