
In eigener Sache : Neue Kanäle
Leider kann ich diesen Kanal aus Aufwandsgründen nicht weiter parallel pflegen. Ich hatte bereits im letzten Jahr vorzugsweise auf meinen LinkedIn- und Facebook-Profilen veröffentlicht und hier oft erst nach Wochen nachgezogen. Bis zum Jahresende 2025 ist hier alles vollständig und bleibt als Archiv stehen. Aus Anlass einer zweimonatigen Asienreise, die mir praktisch nur Zugriffe auf die genannten Profile erlaubte, habe ich mich jetzt entscheiden müssen, das hier einzufrieren. Der technische Aufwand ist vor allem von unterwegs zu hoch. Zukünftig werde ich als primären und bei sehr umfassenden Texten auch exklusiven

Ein Netz ohne „Trägheit“ ist gar keine schlechte Idee
Während die deutsche Öffentlichkeit und damit leider auch die Energiepolitik geradezu vergiftet wird durch die Interessen von Kraftwerksbetreibern, geht der Fortschritt schon längst in eine ganz andere Richtung. Zur Einordnung: Der sogenannte Blackout in Spanien wird bis heute nicht nur falsch dargestellt (Managementfehler, Punkt!), er gilt vielen „Schwungmasse-Experten“ als Nachweis für die Unverzichtbarkeit von Kraaaaaaaftwerken für die Netzstabilität. Namentlich andere

Ein kleiner Morgengruß an die Fraktion der Sparschweinchen und der „wir müssen mehr arbeiten“-Wirtschaftstheoretiker.
Das WSJ (Links anbei) entdeckt die chinesische Elektrifizierungsstrategie. Wenn die das tun, ist das vorsichtig formuliert kein Frühindikator. Sehr schön wird herausgearbeitet, wie dynamisch China seinen Stromsektor ausbaut und – das ist wirklich für alle Physiker und Ökonomen in den Sozialen Medien harte Kost – dafür auch das größte Stromnetz der Erde hochzieht. Dort liefern PV-Farmen – übrigens, Handwerkermangel, mittels

Polen baut ein Kernkraftwerk und die verstrahlten Berichte verschweigen die „Details“
Die polnische Regierung hat von der EU eine Genehmigung der staatlichen Subventionen für ein Kernkraftwerk erhalten und will dieses nun beauftragen. Die daraus folgenden Meldungen von erneuten Durchbrüchen bis zu deutschen Alleingängen waren vorher schon geschrieben. Wirklich informativ ist davon nichts, die meisten Autoren erlauben sich sogar die Peinlichkeit, gar keine Daten oder Fakten dazu zu liefern. Ich hole das

Der Kanzler hat (mal wieder) gesprochen.
„Seine Botschaft an die amerikanischen Partner: America First ist in Ordnung, aber America alone, ein alleiniger Fokus auf Amerika, könne auch nicht im Interesse der USA sein. Ihr braucht auf der Welt auch Partner, und einer der Partner kann Europa sein, und wenn Ihr mit Europa nix anfangen könnt, dann macht wenigstens Deutschland zu Eurem Partner“, sagte Merz. Weiß dieser

Chinas Elektrifizierungsstrategie dominiert
Die neusten Daten des Welthandels zeigen, wie wirkungslos der Handelskrieg Trumps ist und wie wirkungsvoll die Industriestrategie Chinas aufgeht. – Chinas Handelsüberschuss erreichte in den ersten elf Monaten des Jahres 2025 jetzt 1,08 Billionen US-Dollar – ein neuer Rekord. – Die Exporte stiegen um 5,4 % auf 3,4 Billionen US-Dollar, während die Importe um 0,6 % auf 2,3 Billionen US-Dollar

Die US-Regierung veröffentlicht ein Paper über ihre außenpolitische Strategie, das in Europa kaum Resonanz findet – warum?
Die USA verfolgen spätestens seit Obama eine neue Geopolitik, die sich auf China fokussiert und das geopolitische Engagement darüber hinaus zurückfährt. In der ersten Amtszeit von Trump wurde deutlich, dass dessen Lager diese neue Position auch bezüglich der Rolle der Nato und der Interessen in Europa sehr klar sieht. Biden hat an der Stelle eine etwas andere Position ausgedrückt, aber

„Aber China“, der Wettbewerb, die Standortnachteile: Korrekte Fragen, falsche Antworten.
Sehr interessant, wie sich trotz überzeugender Daten die „aber China“ Debatte fortsetzt. Wahlweise wird auf deren ökonomische Interessen (unstrittig), deren weiteres Wachstum (genauso unstrittig, ist die eine Aussage der Daten), deren hohe CO2-Quote (die nicht höher als unsere ist), deren Neubauten an Kohlekraftwerken (Desinformation), deren niedrigen Lohn- und Arbeitsstandards sowie diverse „Vorteile“ eines autokratischen Systems hingewiesen. Die gängigen Abwehrreflexe, um

Die Lage der deutschen Automobilindustrie in drei Charts
Wenn man die Ursachen für die Lage der deutschen Automobilindustrie möglichst knapp zusammenfassen will, leisten das die Datencharts anbei. Die beiden wichtigsten und zukünftige Trends definierenden Märkte sind der chinesische Binnenmarkt sowie die globalen Exportmärkte. Im Binnenmarkt hat die chinesische Industrie seit 2015 ein Wachstum von knapp 90% und auf den Exportmärkten von fast 600% erreicht. Zugleich erodieren die Werte

Der Kanzlerverbrennerbrief zum Verbrennerausaus
Gerüchten zufolge soll Merz sich bei der Abstimmung des Kanzler-Verbrennerbriefs an die EU bei Söder darüber beschwert haben, dass man ihm sein Nokia 6510 seit der Kanzlerschaft aus Sicherheitsgründen verweigere. Da laufe irgendeine Schutzsoftware nicht. Söder stimmte zu, er habe

Die Mobilitätstechnologie der Zukunft ist nicht offen, sondern ökonomisch längst entschieden.
Diese These durfte ich in einer Keynote bei electrive vor einem Panel mit interessanten Diskutanten begründen. Kernergebnisse: – Typischer Irrtum, bei exponentiellen Prozessen auf absolute Zahlen und zudem in den Rückspiegel zu schauen (Chart1): Der Verbrenner ist nicht dominierend, sondern

Die deutschen Strompreise basieren auf Nachteilen beim Gaspreis und systemischen Ineffizienzen
Zur Vorbereitung einer Veranstaltung habe ich meinem Markenkern folgend einige visuell hochwertige Bleiwüsten zum Vergleich der Strommärkte Deutschland, USA, China zusammengestellt. Kernergebnisse: – Die Produktionskosten von Strom waren vor der Ukraine-Krise global ähnlich. Kein relevanter Nachteil für Deutschland. Bestimmender Faktor

KI aus dem Hubschrauber
Ein nur scheinbar komplexes Bild, das sehr schön aus Hubschrauberperspektive auflöst, was sich in Sachen KI derzeit in der Wirtschaft und an den Kapitalmärkten tut. Die kleinen Markierungen rechts zeigen die Entwicklung der sogenannten Magnificent 7, die verkürzt inzwischen als

Krisen, die es nie gab und Blasen, die zu Unterbewertungen führten
Die Diskussion über eine „KI-Blase“ ist von „Meinungen“ geprägt, die nicht mal die „Internet-Blase“ der Jahrtausendwende korrekt wiedergeben. Selbst die „Big Short“-Analogie von Michael Burry wird falsch erzählt. Als der von seiner Wette gegen Nvidia&Co sprach, war er bereits dabei,

Das ging schnell: Burry wettet nicht mehr
Das ging schnell: Die im letzten Beitrag dazu angedeutete Option, dass ein Hedgefonds-Manager eine Position veröffentlicht, die er tatsächlich los werden will, ist eingetreten: Burry hat den ganzen Fonds geschlossen. Wetten gegen KI und hier gar gegen Bigtech will er

Geldvernichtung für jedermann
Kleiner Service zur Früherkennung von gut funktionierenden Tipps zur Geldvernichtung. Rein exemplarisch sei Schnellsprecher Dirk Müller seziert. Diese Leute arbeiten mit emotionalisierenden und politisierenden Botschaften, mit denen sie Menschen einfangen. Ängste, Ressentiments gegen Kapitalmärkte, Banken, das ganze Finanzsystem sowie tiefer

Eine Wette gegen KI kann teuer werden
Momentan wird von „Finanzprofis“ dieses Poster von Michael Burry herumgereicht, einem Hedge-Fonds Manager, der eine „milliardenschwere“ Wette gegen die „KI-Blase“ verkündet hat. Nun, zunächst ist das ein Nominalbetrag von Put-Optionen, deren Cash-Hinterlegung nur ein Bruchteil beträgt. Vor allem aber gilt

Die Mutter aller Energiepreise in einem Bild
Wer das Thema mit den Energiepreisen und der Wettbewerbsfähigkeit verstehen will, kann das mit dem beigefügten Chart am besten erreichen: Der Gaspreis lag historisch viele Jahre zwischen den USA und Europa auf ähnlichem Niveau. Seit dem Ukraine-Krieg hat sich das

Eine Blase, die vielleicht keine ist
Die Wirtschaftsmedien sind voller Berichte über die „KI-Blase“. Für deutsche Medien steht das schon länger fest, was nebenbei bemerkt Investoren, die dem folgten, >30% Gewinn „ersparte“. Aber auch die US-Medien fragen zunehmend kritisch, ob es Parallelen zur Dotcom-Blase gibt. Die

Preise und Bewerbungen
Die Institutionenökonomie untersucht, wie formelle Regeln (Gesetze, Verträge) und informelle Normen das Wirtschaftsgeschehen und den Wohlstand beeinflussen. Sie argumentiert, dass gut funktionierende Institutionen für das Wirtschaftswachstum entscheidend sind, untersucht aber auch die negativen Folgen von Ineffizienzen. Anders als gerne behauptet,

Die Lösung der Halbleiterkrise
Alles wird gut. Jens Spahn hat sich der Halbleiterkrise angenommen. Persönlich!! Langfristige Lieferverträge sind – ohne jegliche Rücktrittsrechte – abgeschlossen. VW kann aufatmen, wir alle können das. Wir haben ja ihn, den Jens.

Verdopplungen können (nicht) beeindruckend sein
Da viele die exponentielle Metrik der meisten Finanzdaten übersehen, ein kleiner finanzmathematischer Service: Wir lassen uns gerne von der Verdopplung irgendwelcher Daten beeindrucken. Seien es Preise, die sich verdoppelt haben, der Wert von Gold oder des eigenen Häuschens, eines vor

Das Lowlight des Tages
Das medial/journalistische Lowlight des Tages liefert das Handelsblatt. Erbärmliches Clickbaiting, kommt in die nächste Vorlesung. Fette Aufmachung: „70% der Unternehmen verlagern Investitionen aus Deutschland“. Das dürfte bestens klicken. Begrifflich geht da natürlich alles wild durcheinander. Oben steht „Industrie“, dann folgt

Ein weiterer Versuch, der nicht gebraucht wird
Wenn konservative Parteien auf rechtsextreme reagieren, indem sie denen den Rechtspopulismus streitig machen, werden sie entweder selbst rechtspopulistisch bis rechtsextrem oder marginalisiert. Das war immer so und trotzdem meinten immer wieder konservative Spitzenpolitiker, das müsse doch irgendwann man klappen. Geht

Die Konzentration auf US-Werte in Verbindung mit dem KI-Boom ist eine komplexe Herausforderung
Wo liegt das Geld der Welt und was bedeutet das? Dieser Frage nähert sich eine Analyse, die Goldman Sachs seit Jahrzehnten regelmäßig macht: Das sogenannten Welt-Portfolio. Zur Einordnung: Das sind alle weltweiten Geldanlagen in Wertpapiere und Bankprodukte. Nicht enthalten sind

KI-Drohnen sind längst kein Fluggerät mehr, sondern fliegende Roboter – ein oft übersehenes Technologiefeld
Folgt man Äußerungen von Sicherheitsexperten und Verantwortlichen aus Sicherheitsdiensten sowie Spitzenpolitik zum Drohnenthema, muss man fragen, ob die über den aktuellen Stand der Technologie informiert sind. Ausnahmsweise etwas Material aus unserem Labor, um einige Aussagen herauszufordern. Die Bilder zeigen eine

Populistische Lösungsinkompetenz ist eine Gefahr für jede Demokratie
Das US-Kettensägenprogramm namens DOGE versprach im Wahlkampf 2 Billionen Einsparung. Bei Regierungsantritt war es 1 Billion, nach eigenen Angaben wurden es 150 Milliarden, unabhängige Experten sind uneins, ob es einen kleinen Nutzen oder eher Schäden erzeugte. Das Milei-Kettensägenprogramm wird für

Das konnte keiner wissen?
Die neuste „konnte keiner wissen“ Welle ist täglich beim Drohnen-Thema erlebbar. Spitzenpolitiker (nein, ich meine keinen speziellen!) und „Drohnen-Experten“ lassen sich mit eigenen Drohnen und irgendwelchem elektronischen Abwehrmaterial ablichten. Wir hören von Wällen, Abwehrzentren, wortgewaltigen Gegenmaßnahmen welcher Art auch immer.

Es gibt keinen „Drohnenwall“ und die nächste Highend-Drohne hilft auch nicht
Kriege erzeugen technologische Innovationen. Das betrifft aktuell den Drohnen-Sektor, dessen Evolution ich seit vielen Jahren begleite. Ohne jede Freude muss ich feststellen, dass besagte Innovation seit zwei Jahren fast schon monatlich spürbar ist. Leider kommen viele in Politik, aber auch