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Trotz hoher Wirksamkeit: Israel beginn bereits mit Drittimpfungen

Da unsere Gremien chronisch hinterher laufen und nun erst beginnen, die Auffrischungsimpfungen, die in Israel bereits laufen, mit dem Stereotyp “zu wenig Erkenntnisse” zu beginnen, hier die klinischen Daten einer Biontech-Studie: Weiterhin gute Nachrichten zur Wirksamkeit des Impfstoffs auch gegen Mutationen, aber natürlich auch genauere Erkenntnisse zur Dauer des Impfschutzes.
Diese Daten wurden bei bis zu sechs Monaten zurückliegender Impfung erhoben und sie zeigen – keine Überraschung – einen Rückgang der Wirksamkeit mit der Zeit. Bei älteren und immunschwachen Menschen fällt sie auf – immer noch sehr gute! – 86%, teilweise bereits nach vier Monaten.
Aus meiner Sicht wird deutlich, was viele Experten bereits seit Beginn der ersten Impfkampagne sagten: Wir werden beginnend mit ca. Oktober letztlich alle eine Auffrischungsimpfung brauchen. Wie bei der laufenden Kampagne die Risikopatienten zuerst.
Die Hersteller bereiten sich darauf bereits vor. Die für sie einzig offene Frage ist, ob es nochmals derselbe Wirkstoff oder ein angepasster sein wird. Das ist Routine in der Impfstoffentwicklung.
Immer noch keine Routine scheint es in Politik und Gesellschaft zu sein. Was bei Grippe-Impfungen seit Jahrzehnten normal ist, scheint ausgerechnet bei Covid-19 ein schwer zu verarbeitendes Thema zu sein. Dass nun die erste Impfkampagne wie befürchtet ab 50% sehr rasch ins Stocken gerät und teilweise sogar Infrastruktur abgebaut wird, passt einfach nicht zu den wissenschaftlichen Erkenntnissen – wie so oft in dieser Krise.
Es ist jedem zu empfehlen, sich rechtzeitig selbst in der Sache zu bemühen. Hoffentlich werden im Herbst die Hausärzte ausreichend versorgt. Dann wird das zu einer Sache zwischen Patient und Arzt, genau so sollte es sein.
Niemand muss oder sollte abwarten, bis die offiziellen Gremien bei uns ihre trägen Erkenntnisse mitteilen. Was die Gesundheitssysteme in agileren Ländern wie insbesondere Israel tun, ist aus meiner Sicht Empfehlung genug. Zudem wird an der Stelle klar, dass es nicht um eine unnötige “Fütterung” der Pharma-Industrie geht, denn daran hat Israel Null Eigeninteresse.

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