
Die Elektrifizierungsdaten Chinas nochmals anders aufbereitet
Nachdem selbst wissenschaftliche Quellen mit Projektionen über die Dekarbonisierung Chinas die typischen Kommentare mit schlecht lesbaren Daten der letzten 20 Jahre und entsprechendem Kohlestrom nicht verhindern, hat Lion Hirth heute das fachlich gut auflösende Chart 1 gepostet. Man erkennt hier sehr gut, dass China in einem wachsenden Stromsystem den Kohlestromanteil schon lange zurück fährt, dass der nun auf 55% gefallen ist und dass der Kohlestrom jetzt auch absolut sinkt. Ebenso ist erkennbar, dass vor allem der enorme PV-Ausbau der letzten Jahre das wenig überraschend ermöglicht hat. Um Stimmen zu Fortschritten

Ein 2025er Erhard wäre besser als naive Milei-Schwärmerei
Zur „Verbrennerdebatte“ hatte ich in den letzten Wochen einige Datenanalysen (Markt hat längst entschieden) und politische Bewertungen bis zur Rolle der AfD veröffentlicht. Trotz der unterschiedlichen Stile und Ansätze gab es zwei Reaktionsmuster, die leider dieses so wichtige Thema enorm belasten. 1) Die, ich entschuldige mich nicht für den Begriff, postpubertäre Fraktion meint trotz Breite und Tiefe des Themas sei

Was eine KI im Jahr 3000 zur deutschen Politik sagen könnte.
Nachdem ich mich gestern nur mit bissigem Sarkasmus zum Auftritt der drei derzeit wohl mächtigsten Spitzenpolitiker jenseits der AfD zum Kanzlerverbrennerbrief äußern konnte, heute eine bitter ernste Anmerkung, ganz bewusst mit einer orchestrierten Bildanordnung. Gestern ist nichts Geringeres passiert, als die weitgehend vollständige Übernahme der AfD-Position zum sogenannten „Verbrennerverbot“, die seitens der AfD am 21.06.22 im Bundestag vorgelegt und von

Der Kanzlerverbrennerbrief zum Verbrennerausaus
Gerüchten zufolge soll Merz sich bei der Abstimmung des Kanzler-Verbrennerbriefs an die EU bei Söder darüber beschwert haben, dass man ihm sein Nokia 6510 seit der Kanzlerschaft aus Sicherheitsgründen verweigere. Da laufe irgendeine Schutzsoftware nicht. Söder stimmte zu, er habe sein 6510 mit Bedauern aufgegeben, weil Instagram darauf verboten wurde, das sei ihm so gar nicht wurscht. Ob man Klingbeil

Die Mobilitätstechnologie der Zukunft ist nicht offen, sondern ökonomisch längst entschieden.
Diese These durfte ich in einer Keynote bei electrive vor einem Panel mit interessanten Diskutanten begründen. Kernergebnisse: – Typischer Irrtum, bei exponentiellen Prozessen auf absolute Zahlen und zudem in den Rückspiegel zu schauen (Chart1): Der Verbrenner ist nicht dominierend, sondern seit 2017 in einer wachsenden Weltwirtschaft rückläufig. Wichtig: Das sind die globalen Zulassungen ALLER Fahrzeuge, also auch Nutz- und Spezialfahrzeuge.

Die deutschen Strompreise basieren auf Nachteilen beim Gaspreis und systemischen Ineffizienzen
Zur Vorbereitung einer Veranstaltung habe ich meinem Markenkern folgend einige visuell hochwertige Bleiwüsten zum Vergleich der Strommärkte Deutschland, USA, China zusammengestellt. Kernergebnisse: – Die Produktionskosten von Strom waren vor der Ukraine-Krise global ähnlich. Kein relevanter Nachteil für Deutschland. Bestimmender Faktor waren die Brennstoffkosten. Durch den Ausbau der EE sinken diese, durch steigende Brennstoffkosten steigen sie, diese gegenläufigen Faktoren führen heute

KI aus dem Hubschrauber
Ein nur scheinbar komplexes Bild, das sehr schön aus Hubschrauberperspektive auflöst, was sich in Sachen KI derzeit in der Wirtschaft und an den Kapitalmärkten tut. Die kleinen Markierungen rechts zeigen die Entwicklung der sogenannten Magnificent 7, die verkürzt inzwischen als die großen KI-Werte bezeichnet werden sowie den US-Gesamtmarkt exklusive dieser. Die weiteren Linien sind die einzelnen Mag7. Wesentliche Erkenntnisse: –

Krisen, die es nie gab und Blasen, die zu Unterbewertungen führten
Die Diskussion über eine „KI-Blase“ ist von „Meinungen“ geprägt, die nicht mal die „Internet-Blase“ der Jahrtausendwende korrekt wiedergeben. Selbst die „Big Short“-Analogie von Michael Burry wird falsch erzählt. Als der von seiner Wette gegen Nvidia&Co sprach, war er bereits dabei, die zu schließen. Die korrekte Auslegung ist, dass Burry sich außerstande sieht, in dem Markt weiter gegen irgendwas zu wetten.

Das ging schnell: Burry wettet nicht mehr
Das ging schnell: Die im letzten Beitrag dazu angedeutete Option, dass ein Hedgefonds-Manager eine Position veröffentlicht, die er tatsächlich los werden will, ist eingetreten: Burry hat den ganzen Fonds geschlossen. Wetten gegen KI und hier gar gegen Bigtech will er offensichtlich nicht fortsetzen. Immerhin mag er einen kurzen Drawdown für seinen Exit ausgelöst haben. Wer seinen Tipps folge, hat das

Ein grundsätzliches Vorwort zu einem interdisziplinären Buch über die „Wärmewende“
Anfang 2024 wurde ich auf ein interdisziplinäres Buchprojekt von Holger Fuchs, Christian Groß, Marcus H.V. Lohr und Christoph Meineke zur „Wärmewende“ angesprochen und um ein Vorwort gebeten. Dem bin ich sehr gerne nachgekommen, da ich diesen Ansatz unterstützendwert finde und

Europa braucht mehr als Grundsatzdiskussionen über einen Drohnenwall und ein paar Hightech-Superdrohnen
Die PK zum „Drohnenwall“ von EU-Verteidigungsindustriekommissar Kubilius konnte ich gestern Abend nur kurz kommentieren und es folgten teilweise dieselben Reaktionen: Gepard, Skyranger & Co lösen das, es ist doch gut, dass jetzt was passiert, man muss nur bestellen, was im

Ein „Drohnenwall“, der laut eigener Erkenntnis nicht existiert – und so auch nie existieren wird!
„Die Planungen für ein umfassendes Drohnenabwehrsystem an der Ostflanke der EU rücken nach den jüngsten, rätselhaften Vorfällen in Dänemark in den Fokus. EU-Verteidigungsindustriekommissar Andrius Kubilius erklärte, dass in einer Videokonferenz mit den Verteidigungsministern beschlossen worden sei, mit der Umsetzung des

Kaum eine Desinformation ist leichter als die über Preise und Förderungen von Erneuerbaren
Die einfachste Desinformation zu Preisen, Fördermitteln und „Kosten“ von Erneuerbaren geht durch einen simplen Trick: Man verwendet irgendwelche bunt aggregierten Daten der letzten 20 Jahre. Es reicht sogar, die Gesamtbilanz des letzten Jahres zu nehmen. Dann schreibt man dazu, das

Argentinien braucht einen „Bailout“ – was nichts anderes als die nächste Pleite ist!
Interessanterweise schweigen die „mehr Milei“-Gesänge zu den aktuellen Nachrichten aus Argentinien. Ohne jede Freude, was mir teilweise unterstellt wird, die nüchternen Daten: Die Wirtschaftsleistung geht zurück, die Arbeitslosigkeit steigt seit der Amtsübernahme, folglich wächst der Widerstand in der Bevölkerung, weshalb

Die Ineffizienz der Ressourcenallokation hat mehr Seiten als viele denken
Eine kleine Ökonomieschule am Morgen. Overinvestment: Bezeichnet die Investition von Kapital in unrentable Projekte, die einen negativen Kapitalwert (NPV) aufweisen. Folgen: Führt zu einer Fehlallokation von Ressourcen. Wenn Kapital in unproduktive Projekte fließt, entzieht es dieses Kapital potenziell produktiveren Sektoren.

Der Primärenergieverbrauch ist ein musealer Denkansatz – wahlweise Irrtum oder Lüge
Die Diskussionen über die Korrekturen der Energiepolitik durch das Reiche-Ministerium fallen in alte Muster zurück, die eigentlich längst geklärt sein sollten. Aber offensichtlich ist der weit verbreitete Irrtum der Primärenergiebetrachtung immer noch nicht allen klar. Denn erneut sind Aussagen und

Eine prohibitive Energieplanung ist Hochverrat der Zukunft einer Industrienation in einer Welt, die nach der Digitalisierung die Elektrifizierung entdeckt hat
Zu meinem gestrigen Beitrag zur Revision der Energiepolitik durch das Ministerium Reiche gab es teilweise die erwartbaren Reaktionen: Es sei technisch notwendig, den EE-Ausbau zu bremsen und parallel Gaskraftwerke zuzubauen (Netzstabilität). Ferner sei es ökonomisch richtig, die Planung an „realistische

Eine Korrektur „nach unten“ wird gefeiert ???
Das sogenannte Wirtschaftsministerium kürzt die Prognosen für den zukünftigen Strombedarf. Als Konsequenz wird der Ausbau Erneuerbarer „angepasst“ und auch beim Netzausbau kann man die Pläne etwas weniger „schnell“ angehen. Lediglich die geförderten Gaskraftwerke muss man großzügiger dimensionieren. Wegen Dunkelflautenblackoutversorgungssicherheitsstammtischen. Und

Drohnenbeiträge können Trollangriffe auslösen
Ein interessantes Experiment. Zwei kurze nur wenige Aspekte klarstellende Beiträge zu Drohnenschwärmen. Anlass die Sache mit den russischen Gerbera über Polen. Nicht ein Wort zur Frage, wer das war und warum das passierte. Nur etwas Drohnentechnik. Ergebnis: Trollüberfall auf Facebook,

Diskussionen über Drohnen und Expertise sind anstrengend
Mein kleiner Drohnenbeitrag von gestern hatte erstaunliche Resonanz und das führt immer dazu, das Menschen mit einer unangenehmen Kombination aus wenig Wissen hartnäckig mit irgendwelchen Theorien belehren, die sie selbst nicht verstehen. So funktioniert öffentlicher Dialog inzwischen leider. Ich bin

Die Entwicklung von Drohnen und insbesondere Drohnenschwärmen wird immer noch unterschätzt
Da ich mich mit Drohnen ein wenig auskenne, ein paar Worte zu den russischen Drohnen in Polen: Die Dinger sind technologisch als fliegende Rasenmäher korrekt beschrieben. Keine Raketen und auch keine Raketentechnik. Kann man auch sehr einfach abschießen. Eine, zwei,

Der Verbrenner ist schon lange ein Auslaufmodell – man muss nur die Daten kennen
Das sogenannte Verbrennerverbot, das keines ist, soll gekippt werden. Das ist eine symbolpolitische Maßnahme mehr, die nur nahe an der Wählertäuschung ist. Bereits die Einführung dieses „Verbots“ war aus meiner Sicht Symbolpolitik, jedoch vielleicht wenigstens eine sachgerechte, da man der

Vier toxische Signale aus den USA, die für ein Schwellenland bereits tödlich wären
Aus dem kleinen Lehrbuch zur Datenanalyse heute ein Kapitel: Diffuse Daten und wie man das erkennt. Leider mit dem Zusatz: Diese Daten könnten uns alle betreffen und zwar nicht zum besseren! Chart1 ist der US-Arbeitsmarktbericht von gestern, aus der kürzlich

Datenpornos sollte man methodisch korrekt konsumieren
Kurzer Servicepost zur Datenanalyse, hier als Beispiel nur die Diskussion über eine (angebliche?) Tech-Blase am US-Aktienmarkt. Vielleicht auch für alle hilfreich, die wahlweise irgendwelche Höchststände welcher Daten auch immer ganz fürchterlich finden oder diverse Aktien-Crashs als Untergang des Abendlands in

Wer seine Strukturen nicht versteht und „Sparen“ als De-Growthprogramm betreibt, den bestraft die Mathematik
Das DZ hat eine gute Visualisierung des Bundeshaushalts vorgelegt, in der zwischen so etwas wie „Fixkosten“ und disponiblen Mitteln unterschieden wird. Ferner sind die Größenordnungen der Budgets durch die Skalierung auf 100% im Verlauf gut aufgelöst. Zur Erläuterung nur kurz,

Die einzig offene Frage ist, welche historische Energiepolitik Deutschlands den größten volkswirtschaftlichen Schaden erzeugt
Zu dem Thema zunächst ein paar nüchterne Fakten zum Ausbau von Batterie-Großspeichern: Da diese Großspeicher zur Netzstabilität zwei hervorragende Eigenschaften haben, nämlich sowohl zu wenig Erzeugungskapazität zu ersetzen als auch bei Überschüssen, Energie aufzunehmen, haben sie eine Alleinstellung im Bereich der

Mileis Politik trägt den Namen Sturzenegger und die ist nicht „libertär“
Es ist unerträglich, wie die Politik des argentinischen Präsidenten Milei in deutschen Medien und in vielen Echokammern bewertet wird. Es gibt fast nur tief ideologische, fast schon religiöse Meinungsbeiträge von selbst ernannten Libertären einerseits und Anti-Libertären auf der anderen Seite.

Typische Bierdeckelparolen ändern an systemischen Problemen gar nichts
Die Sachlage ist seit den 1980ern vollkommen klar und seitdem von Finanzmathematikern ausreichend dokumentiert: Das umlagebasierte gesetzliche Sozialversicherungssystem entspricht nicht den Anforderungen einer alternden Gesellschaft. Punkt. Zwischenstand 2025: Das sogenannte Sozialbudget beträgt 2025 vermutlich erstmals um die 1,5 Billionen Euro.

Zahlen, Daten, Fakten und was man daraus so alles machen kann
Es ist erstaunlich, was man mit Zahlen, Daten, Fakten alles aussagen kann. Das kommt immer dann in Mode, wenn ein neuer Bundeshaushalt vorgelegt wird. So lesen wir derzeit Empörung übers Bürgergeld. Je nach Lesart 39 oder 45 Milliarden. Fast 10%